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«Im Sinne der Zukunft der Gemeinde»: Röbi Sidler

3. Okt.
2 Min. Lesezeit


Stallikon sagt Ja zum grössten Bauprojekt seiner Geschichte. SVP-Präsident Röbi Sidler erklärt, weshalb seine Partei hinter Schulraum, Mehrzweckhalle und Generationenplatz Pünten steht – und wo er die Bedenken der Kritiker ernst nimmt.

Mit 63 Prozent Ja-Stimmen haben die Stalliker Stimmberechtigten am 27. September den Objektkredit für das Projekt «Schulraum, Mehrzweckhalle und Generationenplatz Pünten» gutgeheissen. Mit Kosten von rund 22 Millionen Franken ist es das grösste Bauvorhaben, über das die Gemeinde je entschieden hat. Für Röbi Sidler, Präsident der SVP Stallikon, ist das Resultat eine Bestätigung: Es sei gelungen, eine zeitgemässe Schulinfrastruktur mit gesunden Gemeindefinanzen zu verbinden.

Ein Anliegen mit langer Vorgeschichte

Neu ist der Wunsch nach einer Mehrzweckhalle beim Schulhaus nicht. Röbi erinnert daran, dass der Gemeinderat bereits vor rund zwölf Jahren einen Anlauf genommen hatte. Der damalige Planungskredit wurde jedoch abgelehnt – mit der Begründung, eine Halle werde nicht benötigt. Heute, so Röbi, sei die Realisierung unumgänglich geworden: Ohne ausreichenden Schulraum lasse sich ein geordneter Schulbetrieb nicht mehr gewährleisten.

Dazu kommen die kantonalen Vorgaben für Schul- und Zusatzräume, denen die bestehende Anlage nicht mehr vollständig entspricht. Insbesondere der 55-jährige Pavillon habe das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Statt weiter Geld in den Unterhalt des Altbestands zu stecken, sei es sinnvoller, in einen Neubau zu investieren. Davon profitierten die Lehrpersonen, deren Arbeitsbedingungen sich verbesserten, ebenso wie die Schülerinnen und Schüler im Unterricht.

Dass das Gesamtpaket auch die Aussenanlagen und den Generationenplatz umfasst, hebt Röbi besonders hervor: Davon habe die ganze Bevölkerung etwas, unabhängig vom Alter. Trotz der hohen Kosten und einer mehrjährigen Abzahlungsphase sei dieser Schritt für das Zusammenleben im Dorf notwendig.

Neubau ohne Steuererhöhung

Für die SVP stand die Finanzierung im Vordergrund. Zu einem stimmigen Gesamtbild einer Gemeinde gehörten nicht nur ansprechende Gebäude, sondern vor allem solide Finanzen, betont Röbi. Gestützt auf die Ausführungen des Finanzvorstands sei klar, dass für das Projekt keine Steuererhöhung nötig werde. Genau dieses Gleichgewicht – den heutigen Steuerfuss halten und trotzdem Schulhaus, Mehrzweckhalle und Generationenplatz realisieren – habe die Partei angestrebt. «Die SVP steht hinter diesem ausgewogenen Verhältnis», sagt er.

Verkehr und «Luxusbau»-Vorwurf

Ganz ohne Widerstand ging es nicht. Im Vorfeld hatte eine Petition eine günstigere Variante und eine Etappierung des Projekts verlangt; der Gemeinderat wies sie ab. Röbi verschweigt die Einwände nicht. Bedenken gebe es vor allem bei Anwohnern der Püntenstrasse: In der Sackgasse sei das Verkehrsaufkommen schon heute hoch – wegen der Abfallsammelstelle und des Schulhauses. Mit der Erweiterung von Schulhaus, Mehrzweckhalle und Generationenplatz werde dieses weiter zunehmen.

Den Vorwurf, Stallikon leiste sich einen Luxusbau, weist Röbi hingegen zurück. «Die Gemeinde Stallikon hat nie Luxusbauten errichtet», sagt er. Dass manchen die Summe von über 20 Millionen Franken übertrieben erscheine, könne er nachvollziehen. Es sei aber eine kurzsichtige Betrachtung. Massive Steuererhöhungen hätten das Projekt wohl zu Fall gebracht – gerade deshalb sei die gewählte Finanzierung entscheidend gewesen.

Blick nach vorn

Mit dem Ja an der Urne sieht Röbi die Gemeinde gut aufgestellt für das prognostizierte Wachstum der kommenden Jahre. Das Bauvorhaben schaffe eine langfristige Perspektive für Schule und Dorfgemeinschaft. «Wir müssen im Sinne der Zukunft der Gemeinde handeln», sagt er. Die Stimmberechtigten haben ihm am Sonntag recht gegeben.

Text und Bilder: Deviprasad Rao

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